• Symposion Hotel Post
    Traunkirchen I Österreich

September 2020

Das Hotel Post in Traunkirchen am Traunsee hat mich bereits wenige Minuten nach dem Check-in.
Woran es liegt? An dem gemütlichen Zimmer mit wunderschön kombinierten Farben und dem warmen Licht,
dem Ausblick auf den See von unserem Balkon und nicht zuletzt dem herzlichen Empfang an der Rezeption.
Denn von der ersten Minute an spürt man: Das ist ein Haus, das von seinen Eigentümern geführt
wird – und diesen liegt der Gast offensichtlich sehr am Herzen...

Gleich am ersten Abend schaut Gastgeber und Hotelbesitzer Wolfgang Gröller bei uns am Tisch vorbei, mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Alles in Ordnung, schmeckt es, fühlen Sie sich wohl? Ja, tun wir, und zwar von Anfang an. Denn in diesem Haus merkt man, dass die Eigentümerfamilie ihre Gastgeberrolle mit viel Begeisterung lebt. Wer Wolfgang Gröller ein wenig beobachtet, wie er da morgens schnell ein Kipferl und einen Kaffee am Frühstücksbuffet holt, sich damit draußen an das sonnenbeschienene Tischerl vor der ebenfalls von der Familie Gröller geführten Greisslerei setzt, mit seinem Koch plaudert, ihm aufmerksam zuhört und zwischendurch seine Gäste herzlich grüßt, der merkt, dass ihm sein Job Spaß macht. Und dass es vermutlich eben nicht nur ein Job für ihn ist, sondern irgendwie auch Berufung. Wenig später hilft er beim Abladen der Leihräder mit und hievt diese vom Anhänger. Wo eine Hand gefragt ist, da packt er mit an und man hat das Gefühl, dass er sich dabei für nichts zu schade ist. Eine Einstellung, die offensichtlich auch auf sein Team abfärbt, denn die haben die Gäste und deren Bedürfnisse ebenfalls immer gut im Blick. Und ja, das ist eben der Unterschied zwischen einem eigentümergeführten Haus und anderen...

Aber zurück zum Haus selbst: Symposion Post Hotel heißt es und ist auch auf Seminar-Tourismus ausgerichtet. Manchmal hat man bei solchen Häusern Zweifel, denkt man dabei doch oft an moderne Businesshotels mit technisch perfekt ausgerüsteten Konferenzräumen, aber eben wenig Seele. Ein Zweifel, den dieses Haus bereits nach wenigen Minuten ausräumt: Denn die Post ist auch für all jene, die hier privat Zeit verbringen, ein lohnendes Ziel. Ein altes Haus, liebevoll renoviert und damit sanft in die Gegenwart geschubst: Das Haus wird bereits in dritter Generation von der Traunkirchner Familie Gröller geführt und dass da eine erfahrene Hoteliersfamilie mit viel Leidenschaft bei der Sache ist, das merkt man sofort. Was mir hier auch gefällt: Das Haus verleugnet nicht was es ist, ein altes Haus eben, das immer schon in enger Beziehung zum Kloster Traunkirchen stand. Schließlich war hier bereits im 16. Jahrhundert die Hoftaverne untergebracht und das Haus diente als Gästehaus des Klosters. Später wurde es zur wichtigen Poststation am Weg in das innere Salzkammergut, seit 1950 ist es im Besitz der Familie Gröller.

Altes Haus mit modernem Twist
Heute präsentiert es sich als traditionsreiches, aber detailverliebt modernisiertes Haus, mit stylisch renovierten Zimmern, mit einer ebenfalls sanft in die Jetztzeit beförderten Wirtsstube und vielen hübschen kleinen Design-Details, die einfach Spaß machen. Wie zum Beispiel die große, in die Wand eingebaute Sitzkoje im Stiegenhaus zwischen zweitem und dritten Stock, mit einem Samtstoff in einem wunderschönen Blauton gepolstert und farblich perfekt darauf abgestimmten Samtpölstern in Eiscreme-Tönen. Und schon sind die Farben im Kopf abgespeichert, eine Inspiration für die eigenen vier Wände... Und da wäre dann auch noch das kräftige Türkis der Sitzbänke im Restaurantbereich im ersten Stock, mit großen Fenstern und Ausblick auf den See. Ja, hier grüßt noch die Holzvertäfelung der 80er, aber mit dem intensiven Türkis wurde auch dieser Bereich mit einem kleinen Augenzwinkern gelungen in die Gegenwart geholt.

Apropos Farben: Diese überzeugen mich auch in unserem Zimmer, einem sogenannten Kutscher-Doppelzimmer mit Balkon (und seitlichem Seeblick) im dritten Stock. Ein beruhigendes Moosgrün an den Wänden, dazu farblich passend die Samtverkleidung des Boxspringbettes. Eine kleine Sitzbank in einem Rostrot-Ton, der sich perfekt in das Gesamtkonzept einfügt. Und ich mag den schwarzen Holzschaukelstuhl im Eck, hier groove ich mich erst mal ein wenig ein und lasse meine Augen durch das Zimmer wandern. Was mich auch überzeugt: Der offene Badbereich mit viel Glas, der aber dennoch Intimität bietet. Die schönen Badezimmerfliesen, der angenehme Holzfußboden. Genug Staubereich im Kasten und, ganz wichtig, gute Lampen, die bei Bedarf ein gemütliches Licht bieten, aber auch beim Lesen genau die richtige Portion Licht liefern. Und apropos Bett: Darin kann man sich regelrecht verkriechen, so weich, so gemütlich ist es. Fast finde ich es ein wenig schade, dass draußen die Sonne lockt und ich mich nicht mit einem guten Buch den ganzen Tag im Bett vergraben kann. Wobei, im Hinterkopf beschleicht mich sofort ein wenig die Panik, dass ich diese ungewohnte Weichheit mit Rückenschmerzen am nächsten Tag abbüßen könnte, aber nein, ich schlafe herrlich und auch mein Rücken liebt dieses Bett.

In der Post isst man richtig gut, sagen uns Freunde im Vorfeld. Und ja, keine Einwände, im Gegenteil: Wir haben uns für die Zubuchung der Halbpension entschieden (+ 29 Euro pro Person und Nacht) und das ist eine mehr als gute Wahl. Denn das viergängige Abendmenü schmeckt hervorragend und hat den Vorteil, dass zumindest ich auch mal Produkte und Speisen probiere, die sonst eher nicht so meins sind. Marinierte Rinderzunge mit Chili, Gurke und Koriander – würde ich sonst nie wählen, aber: köstlich, mit diesem leicht asiatischen Touch. Pimientos de Padrón mit Feta? Ersteres ja, zweiteres eher nicht, da ich kein Feta-Fan bin. Aber diesem Feta aus der Region kann sogar ich etwas abgewinnen. Und auch was sonst so im Rahmen der Halbpension auf den Tisch kommt, mögen wir: Eine kräftige Kasspressknödelsuppe, Schopf vom Duroc Schwein mit Röstgemüse, zart-rosa gebratenes Beiried mit Kartoffelflan oder Bröselkarfiol mit Roten Rüben und Sauerrahm bzw. Risotto mit Steinpilzen und Kerbel. Allein die Größe der Portionen bringt uns etwas an den Rand unserer Belastbarkeit... Gegessen wird übrigens, wenn das Wetter es zulässt, im Gastgarten im Freien. An unserem zweiten Abend hat dann pünktlich gegen 21 Uhr, wie vom Wetterbericht prophezeit, der typische Salzkammergutregen seinen Auftritt. Und der zeigt schnell, was er kann, was aber nichts macht, denn auf uns wartet nun die gemütliche Poststube 1327. Alles was zwei Hände und zwei Beine hat schnappt seinen Teller und sein Glas und startet eben dorthin, aber das Post-Team hat auch dieses Gäste-Chaos schnell wieder im Griff....

Und wenn mich nicht längst all das Geschilderte überzeugt hätte, dann wäre es auf jeden Fall die Lage dieses Salzkammergut-Hotels: Mit wenigen Schritten ist man am See, in der hübschen Bucht, in der die Holzplätten gemütlich vor sich hinschaukeln und wo man auch gleich mal ins kühle Nass springen kann. Früh am Morgen schleiche ich mich dann auch gleich mal hinaus aus unserem Zimmer: Da haben die Kitesurfer, Segler und Surfer den See schon längst in Besitz genommen und fetzen dahin, manche scheinen gerade über der tiefblauen, welligen Seeoberfläche dahin zu schweben. Freiheit ist das da draußen wohl, denke ich mir, und bereue es einen Moment lang, dass ich nicht Surfboard- und Bootsaffin bin. Aber ich werde mir den See erschwimmen, ein wenig später dann...

Und überhaupt: Traunkirchen liegt ziemlich romantisch da, auf dieser kleinen Landzunge, die in den See ragt, mit dem mächtigen Kloster, der Pfarrkirche und der Johanneskapelle, die malerisch auf dem Johannesberg thront und einen hübschen kleinen Barockaltar aufzuweisen hat. Einen wunderbaren Ausblick hat man von dort oben, vor allem abends, kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel Richtung Gmunden zartrosa färbt und zwischen den Bäumen und dem Dach der Pfarrkirche durchschimmert.

Auch noch gut zu wissen: Wandern, Mountainbiken, segeln, surfen, schwimmen – der Traunsee und seine Umgebung sind ein ideales Urlaubsziel für alle, die Aktivurlaub mögen. Kajaks, SUPs, Fahrräder bzw. E-Bikes stehen im Hotel zur Verfügung bzw. können organisiert werden. Neuerdings bietet die Post auch einen eigenen Badeplatz mit Liegen. Zahllose Möglichkeiten gibt es für Ausflüge in die Umgebung, mein Tipp: Die nahen und landschaftlich atemberaubend schön gelegenen Langbathseen sollte man unbedingt besuchen, wandern und baden lässt sich hier bestens kombinieren. Und wer noch näher am Wasser wohnen möchte, für den ist vielleicht das Seehotel das Traunsee, ebenfalls von Familie Gröller geführt, genau das Richtige...

 

Symposion Hotel Post
www.hotel-post-traunkirchen.at
www.traunseehotels.at

Ortsplatz 5 I 4801 Traunkirchen I Österreich
E-Mail: post@traunseehotels.at

Unbeauftragte, unbezahlte Werbung. Der Aufenthalt erfolgte auf eigene Kosten.