• Vallegrande Nature Resort
    Cefalù I Sizilien

Juni 2018

Es ist schon zu unserem Standardsager geworden, wenn wir auf diesen typisch sizilianischen
Bergstraßen unterwegs sind und sich eine enge Kurve an die nächste reiht - und vor allem auch ein
Riesen-Schlagloch ans nächste: Wie gut, dass wir nicht mit unserem eigenen Auto unterwegs sind,
sondern mit einem Mietwagen...

Und auch am Weg zum hoch am Berg gelegenen Vallegrande Resort können wir unseren Sager wieder vom Stapel lassen... Oops, und noch ein ordentliches Schlagloch – das hat gesessen. Kurve reiht sich sich hier an Kurve, zwischendurch gibt es zur Belohnung einen schönen Ausblick ins bergige Hinterland, aber gefühlt fährt man hier ewig den Berg hinauf Richtung Resort. 20 Minuten später sind wir dann doch oben angekommen und hier ist es gleich ein paar Grad kühler als unten am Meer, herrlich. Wir atmen durch und beziehen unser Zimmer, in einem der kleinen Häuser, die locker über das großzügige Grundstück verteilt und von zahllosen Olivenbäumen umgeben sind. Ein bisschen hat man hier ein Lodgefeeling, na ja, wobei, das ist relativ, zumal wir noch nie in Afrika auf Safari waren. Anyway, der Pool muss nicht lange auf uns warten, groß, angenehm temperiert und gerade komplett verwaist. Schon gehört er uns. Und wenn man dann so seine Poollängen zieht, dann hat man glatt ein Infinity-Gefühl, denn weiter unten, da lockt das Meer, tiefblau und glitzernd und man hat fast den Eindruck, dass es nur einen klitzekleinen Sprung von diesem Blau ins andere Blau braucht...

Ruhig ist es hier oben: Die meisten Gäste schwärmen tagsüber zu Besichtigungstouren oder hinunter ans Meer aus, kehren am späten Nachmittag wieder und dann wird es ein wenig belebter am Pool. Der mit bequemen Liegen, Schirmen und Poolbar inklusive besonders nettem Barmann alles bietet, was man für einen faulen Tag so braucht. Und natürlich: Der Blick auf das weite Meer inklusive - und manchmal, da glaube ich sogar durch den Dunst eine der liparischen Inseln in der Ferne erspähen zu können...

Ruhig ist es hier oben am Berg auch in der Nacht, nur ein wenig schade, dass man die Fenster nicht öffnen kann. Dann wäre der Schlaf wohl noch ein wenig erholsamer. Das Frühstück bietet von frisch zubereitetem Omlett über diverse Prosciutti und Käse, Müsli, Yoghurts und Früchte bis hin zu Süßem alles, was einen gut in den Tag starten lässt. Und wer auch abends mal lieber hier oben bleiben will, der kann sich getrost in das Restaurant setzen, denn hier wird nicht ganz billig, aber zugegeben sehr gut gekocht - nicht von der Stange, sondern mit kleinem Augenzwinkern und ein wenig Experimentierfreude. Die Mitarbeiter wirken zwar manchmal noch ein wenig so, als ob sie am Beginn ihrer Laufbahn stünden, aber das kompensieren sie locker mit Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.

Am letzten Tag gibt es dann doch noch einen Rekord: In fast 10 Minuten haben wir es von der Abzweigung der Küstenstraße hinauf ins Resort geschafft. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, da ist noch was drinnen...

 

Auch noch gut zu wissen: Richtig ist man hier, wenn man Ruhe und Erholung sucht. Wer auch ein bisschen unkompliziertes Nightlife haben will, der ist mit einem Hotel direkt am Strand in Cefalù sicherlich besser bedient. Die Hotelanlage ist klein und intim und liegt relativ abgeschieden auf einer Anhöhe im Naturpark Parco delle Madonie. Ein Mietauto ist hier unverzichtbar, damit ist man allerdings in rund 15-20 Minuten am Strand oder in Cefalù. Das kleine Städtchen am Meer mit seiner beeindruckenden Kathedrale Santissimo Salvatore sollte man auf jeden Fall besuchen. Es gibt auch eine Reihe guter Restaurants in Cefalù, Tipps dazu gibt es demnächst hier.

Ausflüge & Kulinarisches...

Nach Palermo sind es ca. 100 km, ein Tagesauflug ist also durchaus machbar, nach Catania ist es dann mit ca 180 km (und ca. 2,5h Fahrzeit pro Richtung) schon ein wenig mühsam für nur einen Tag.

Lohnenswert sind Ausflüge ins Hinterland von Cefalù, wer hier ein wenig unterwegs ist, z.B. im Naturpark Parco delle Madonie, wird mit tollen Aussichten und großartiger (im Juni üppig blühender) Vegetation belohnt. Der Wald rund um die Monti Madonie zählt übrigens zu den artenreichsten Wäldern des gesamten Mittelmeerraums, mit einer Fläche von rund 15.000 ha. 1989 wurde ein Teil dieser Wälder zum Naturpark erklärt und somit unter Schutz gestellt. Auch für Wanderer also ein lohnenswertes Ziel.

Unsere besondere Empfehlung gilt dem kleinen Ort Castelbuono, vor dem Bergpanorama des Pizzo Carbonara (mit 1979 Metern Höhe übrigens der höchste, nichtvulkanische Berg Siziliens): Der Ort bietet einen entzückenden kleinen Stadtkern mit einer beeindruckenden Burg. Und wer hier einkehren will, der sollte das unbedingt im Ristorante Pizzeria Bar Cycas (Via Di Stefano 9, 677080 Castelbuono, www.hostariacycas.com) machen, wo man in einem kleinen Hinterhofgarten sehr gutes Slow Food genießen kann. Gnocchi mit einer herrlich fruchtigen Tomatensauce und Mozzarella und Casarecce mit Ragu vom Nebrodi Schwein. Dazu ein kühles Glas Weißwein und danach ein Semifreddo di Mandorle. So simpel, so gut. Empfehlung!

 

Hotel Vallegrande Nature Resort
www.vallegrande.it/en/

Contrade Vallegrande, 90015 Cefalù, Sizilien
E-Mail: info@vallegrande.it

 

Werbung aufgrund von Namensnennung/Verlinkung. Der Aufenthalt erfolgte auf eigene Kosten.