• Gut essen & trinken in Triest
    Friaul Julisch-Venetien I Italien

Ob Caffè, Bar, Ristorante oder Trattoria, in Triest wird man leicht fündig,
wenn es darum geht kulinarisch glücklich zu werden. Hier sind meine Tipps und Lieblingsplätze...

Es ist ganz schnell mein Lieblingsplatz geworden: das Pier The Roof. Denn hier sitzt es sich einfach grandios und man kann ganz entspannt – aus seekrank-sicherer Distanz – den Yachten beim sanften Schaukeln und der Sonne beim ins Meer plumpsen zuschauen. Ganz nebenbei hüllt die die Abendsonne die Triestiner Skyline auch noch in ein wunderbar zartes Rosarot. Besser geht`s selten und wer hier sitzt, ist versucht sich vorzustellen wie es denn wäre ganz einfach hier zu bleiben...

Pier The Roof, Molo Venezia 1

Auf einen Aperitivo bevor es ins Restaurant geht? Da ist das Berlam Coffee Tea & Cocktail eine gute Option. Und eine sehr exquisite noch dazu: Denn hier sitzt man in großartigem Ambiente. Einst war das heutige Hotel DoubleTree Hilton, in dem sich die Bar befindet, ein Versicherungsgebäude. In dem Saal, in dem man jetzt hier sitzt, saß einst der Geschäftsführer, und ja, das nannte man wohl ein wirklich elegantes Büro. Die historische Ausstattung wurde sorgfältig und aufwendig renoviert und so weiß man heute eigentlich gar nicht, wohin man zuerst blicken soll, vor lauter Prunk und Eleganz. Schön, dass man hier nicht nur als Hotelgast einen Drink nehmn kann, sondern auch als Externer.

Berlam Coffee Tea & Cocktail, Piazza della Repubblica, 1

In Italien im Eataly essen? Aber ja, warum nicht! Direkt am Hafen gelegen, isst man hier richtig gut. Und darüber hinaus ist es vielleicht ein bisschen weniger gefährlich durch die verführerisch bestückten Gänge des Eataly Shops zu wandeln, weil man mit vollem Magen nicht alles mitnehmen will, was einem hier so an italienischen Köstlichkeiten und Spezialitäten dargeboten wird...

Eataly Trieste, Riva Tommaso Gulli 1

Es ist eines unserer Lieblingslokale für einen entspannten Lunch in Triest: Das Mimì e Cocotte. Entspannte Atmosphäre, superfreundliches Service, sehr gutes Essen, zentral gelegen. Frühstücken kann man hier übrigens auch...

Mimì e Cocotte, Via Luigi Cardona, 19

Zuerst laufen wir fast daran vorbei, denn die Via Torino quillt über vor Menschen in dieser Sommernacht. Aber dann entdecken wir einen freien Tisch im hübschen Schanigarten und ergattern diesen auch mit ein bisschen Glück. Der Schwerpunkt liegt hier auf Fisch und Meeresfrüchten, aber auch in Sachen Pasta und Fleisch wird man sehr glücklich im Puro.
Viele kommen auch wegen der Bar ins Puro: Denn Negroni & Co sollen mindestens so gut schmecken wie das Essen und in Sachen Gin gibt es eine wirklich große Auswahl. Probieren wir dann beim nächsten Mal aus...

Ristorante Puro, Via Torino 31

Es ist ein Platz, an dem sich die Triestiner:innen gerne einfinden und ein Gläschen nehmen: die kleine Bar Al Ciketo. Dazu am besten ein paar venezianische Cicchetti... geht eigentlich immer, zu Mittag, nachmittags, abends sowieso. Cin Cin!

Al Ciketo, Via S. Sebastiano 6

Und noch ein Lieblingsplatz, entdeckt, als wir im Tre Merli Beach Hotel wohnten: Die dazugehörige Trattoria Tre Merli. Da sitzen wir dann also, auf der Terrasse mit Meerblick, und genießen das, was auf dem Teller liegt – und mindestens genauso den atemberaubenden Sonnenuntergang über dem Golf von Triest.

Trattoria Tre Merli, Viale Miramare, 44

Misceliamo Ogni Ricetta (auf Deutsch: Wir mischen jedes Rezept) – kein Wunder, dass wir dem Vorschlag von Daniela (die seit über 30 Jahren in Triest lebt und in diesem Blog-Beitrag über ihre Stadt erzählt und das wunderschöne Apartment Casa Farbenspiel im nahen San Vito-Viertel vermietet) gerne gefolgt sind. Und dann sitzen wir auch schon in der belebten Via Torino, vor der MOR Cocktailbar, die sich besonders auf kreative Mixology und Signature Cocktails, bei denen ungewöhnliche Zutaten, hausgemachte Sirups und Infusionen kombiniert werden, spezialisiert hat. Der Campari Sour war richtig gut, wie auch mein alkoholfreier Cocktail. So gut, dass wir zwei Tage später nach einer großen Pizza bei Da Pino gleich wieder dort sitzen…

MOR, Via Torino 18

In der Pizzeria Da Pino landen wir, weil uns die römische Pizza lockt. Und ja, wir werden nicht enttäuscht, in dieser riesigen Pizzeria an den Rive von Triest, die es bereits seit 1972 gibt. Wir finden (ohne Reservierung) einen Platz im Schanigarten, das Service ist unaufgeregt, flott und freundlich, das Da Pino Bier gut, die Limonadenauswahl gut – und die Pizza ist genauso, wie wir es uns erhofft hatten: Dünner Teig, gut belegt, krosser Rand. Was soll man sagen: Wir sind halt eher Team Roma bei der Pizza…

Pizzeria Da Pino, Via Ottaviano Augusto 2/B

Der Klassiker zum Schluss: Das Caffè degli Specchi (was auf Deutsch soviel wie "Café der Spiegel" bedeutet) ist – neben dem Caffè Tommaseo, dem Antico Caffè San Marco oder dem Antico Caffè Torinese – wohl eines der bekanntesten Kaffeehäuser Triests. Perfekt gelegen im Erdgeschoss der schönen Casa Stratti an der Piazza dell`Unità d`Italia, denn hier kann man die über die große Piazza Flanierenden bestens beobachten, oft gerät das zu einer Art kleinen Fashionshow. 1839 wurd es eröffnet und die Wiener Kaffeehäuser dienten für das Caffè als Vorbild. Ob für ein Frühstück, einen Kaffee oder einen Aperitivo, es gibt immer einen guten Grund im degli Specchi vorbei zu schauen...

Caffè degli Specchi, Piazza dell`Unitá d`Italia

Das letzte Wort in Sachen Kaffee soll ein Freund haben, der in jeder Stadt auf der Jagd nach DEM besten Espresso ist. Und den hat Michael in Triest, so seine Aussage, ganz eindeutig in der Enoteca Gran Malabar gefunden. Eine Triestiner Institution: 1988 hat Inhaber Walter Cusmich das kleine Stehcafè mit eigener Rösterei in eine Enoteca verwandelt. Kaffee gibt es hier immer noch, aber vor allem werden hier Vinophile glücklich. Denn im Keller lagern an die 60.000 Weinflaschen. Apropos, die Enoteca ist nicht nur ein Stammokal von Krimiautor Veit Heinichen, dessen Krimis in und rund um Triest spielen, sondern auch dessen Commissario Proteo Laurentis geht hier ein und aus...

Enoteca Gran Malabar, Piazza San Giovanni 6

Dies ist ein unbeauftragter und unbezahlter Blog-Beitrag. Alles selbst gegessen, getrunken und vor allem auch selbst bezahlt.