• Casa degli Ulivi
    Sampieri I Sizilien

Juni 2018

Wir parken im kleinen Fischerort Sampieri, im Südosten Siziliens, das tief-türkise Meer in Gehweite, und werfen einen Blick hinauf in die Hügel: Irgendwo da oben muss sie sein, unsere Casa degli Ulivi.

Aber ein erster Blick auf die Wegschreibung lässt es uns schon ahnen: Das wird nicht ganz einfach, unser Zuhause für die nächste Woche zu finden... unser erster Versuch ist jedenfalls fehlgeschlagen. Also rasch das Mobiltelefon gezückt: Riccardo, wir finden dein Haus nicht!? Wir sind verwirrt und das Navi ist es anscheinend auch - keine Ahnung wo wir hin müssen. Kein Problem, lacht Riccardo am anderen Ende der Leitung, fahrt am besten zum Bahnübergang oberhalb von Sampieri, da hole ich euch ab. Weißt du wo das ist? - Ja klar, da finden wir hin. Und dann gibt es ein happy end. Riccardo, unser Vermieter, blinkt uns mit seinem Auto zu und wir folgen ihm über kleine Straßen mit gefühlt hunderten Abzweigungen immer den Hügel bergauf. Oh weh, da finden wir nie wieder hin, ist unser nächster Gedanke. Wer hat aufgepasst?

Aber dann sind wir da, über eine Schotterstraße fahren wir auf ein großes Tor zu, neben dem üppig weiße Bougainvillea wuchert und dahinter, ja, da liegt ein kleines Paradies, auch wenn das jetzt kitschig klingt. Ein Paradies, das Riccardo – er ist Architekt und Ingenieur – selbst geplant und gebaut hat: Drei weiße Villen auf einem wunderschön gepflegten Grundstück – mit Pool und Blick aufs Meer. Zwickts mich, ich glaub ich träum. Die Terrassen der Häuser sind mit Schilfdächern überdacht und damit herrliche Schattenspender, mit großen Tischen und Bänken ausgestattet, an denen wir lange Abende verbringen.

Auch das Innere der Häuser lässt nichts zu wünschen übrig: Ein großes, gemütliches und wunderbar eingerichtetes Wohnzimmer mit Essbereich und offener Küche. Riccardos Frau hat die Häuser eingerichtet und man sieht, dass sie dabei Liebe für die Details hatte, von den hochwertigen Leinenstoffen des Sofas bis hin zu den sorgfältig ausgewählten und gerahmten Fotografien an den Wänden oder dem Bild in unserem Schlafzimmer, das die nahe Tonnara von Sampieri zeigt. Drei Schlafzimmer, zwei große Bäder – an den Wänden der Duschbereiche wunderschöne große Fliesen mit marokkanisch angehauchten Mustern. Während der Dusche lässt sich in einem der zwei Bäder auch gleich ein Blick durch ein kleines Fenster auf die vielen Olivenbäume werfen: Doccia con vista, auch das würde ich gerne einpacken. Außerdem ist hier alles zu finden, was man so eine Woche lang am Meer braucht: Sonnenschirme für den Strand, von der Waschmaschine, um die Handtücher zu entsalzen, bis zum Wäscheständer und den Kluppen – hier wurde an alles gedacht und das gilt auch für die Küchenausstattung. Hinter dem Haus wartet übrigens der Griller und als der Wind einmal weniger stark ist (wir haben eine windige Woche erwischt), wagen wir uns auch daran.

Morgens also gleich mal über den vom Morgentau feuchten Rasen hinunter zum Pool, dort gemächlich seine Runden ziehen und das Meer, das da unten ruhig und blau lockt, begrüßen. So sollte jeder Tag beginnen. Es ist ruhig hier oben und lustig, dann hören wir abends plötzlich Kuhglocken –  Sizilien ist landwirtschaftlich intensiv genutzt und so gibt es auch in der näheren Umgebung einige Bauernhöfe.

Riccardo kümmert sich auch um Pool und Garten und man sieht, dass er liebt was er tut. Morgens bekommen wir immer ein fröhliches "Buon Giorno" entgegen geschleudert und dann gibt es  Antworten auf unsere vielen Fragen: Wo gehst du baden unten am Meer? Lieblingsstrand? Und wo gibt´s den besten Käse? Und apropos... gibt es eine gute Pizzeria, die du empfehlen kannst? Riccardo kann, grazie!

Auch gut zu wissen: Das Anwesen "Costeverdi" besteht aus drei Häusern, der Casa degli Ulivi (die wir bewohnt haben), der Casa dei Gelsi und der Casa dei Carrubi. Alle drei Häuser verfügen über jeweils drei Schlafzimmer und zwei Bäder und sind zwischen 108 und 120 Quadratmeter groß – und wirklich schön eingerichet. On top gibt es mit Riccardo einen entspannten und herzlichen Gastgeber.

Beach & Gelato

Pool oder Meer – hier lässt sich beides toll kombinieren: In ca. 5 Autominuten ist man am Strand vom Sampieri, dort kann man entweder wild baden (es gibt einen schönen Pineta-Bereich) oder ein Strandbad nutzen, wie z.B. das pata pata, das wir immer besucht haben. Dessen großer Vorteil: ein nettes Restaurant und Bar sind angeschlossen. An Wochenenden empfiehlt es sich übrigens einen Tisch zu reservieren, wenn man zu Mittag eine Kleinigkeit essen will, denn dann sind auch viele locals am Strand. Unter der Woche ist es unkompliziert, allerdings waren wir in der Vorsaison da (Juni), in der Hochsaison sieht es sicher ganz anders aus...

Das beste Eis von Sampieri gibt es im neu eröffneten (2018) Hoky Poky (Pasticceria, Gelateria) an der Via Miramare, vom Strandbad nur 5 Minuten entfernt - unbedingt Limone und Nocciola probieren. Wir haben hier übrigens auch in der Früh gerne frische Cornetti mit Crema und anderes Gebäck für unser Frühstück geholt...

In der Umgebung von Sampieri gibt es viele Strände, die es auszuprobieren lohnt. Da wir mit einem Kind unterwegs waren, waren wir gerne in Sampieri bzw. in Cava d`Aliga. Auch hier gibt es ein kleines Strandbad mit sehr nettem bagnino (Bademeister) und kleiner Strandbar. Die Bucht ist etwas kleiner als in Sampieri, dafür aber wenig touristisch genutzt – wir waren hier im Juni eigentlich nur von Italienern umgeben.

Essen & Trinken

In Sampieri gibt es im Zentrum einen kleinen Despar, der die wichtigsten Bedürfnisse durchaus abdeckt. Wer mehr Auswahl will, der findet im nahen Cava d`Aliga im Crai Supermarkt alles was er braucht.

Sampieri an sich ist ein kleines Fischerdorf, die kulinarische Infrastruktur ist daher überschaubar; wir haben zudem zumeist selbst gekocht bzw. gegrillt in unserer Casa d`Ulivi. Wer Pizza mag, ist in Sampieri in der Pizzeria La Spiagetta am gleichnamigen Campingplatz gut aufgehoben – sehr gute Pizzen, gute Weine und ausgesprochen kinderfreundliches Personal.

Nur ein Katzensprung ist es nach Scicli, in desssen Altstadt zahlreiche gute Restaurants warten und das zudem über ein sympathisches Nachtleben verfügt. Mit dem Auto ist man in rund 15 Minuten im Stadtzentrum von Scicli. Überhaupt: die barocke, aber sehr lebendige Kleinstadt sollte man nicht versäumen zu besuchen! Mehr Tipps dazu gibt es hier.

 

Costeverdi – Dimore di Charme
www.costeverdi.it
E-Mail: info@costeverdi.it

 

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